IKT-Master - Details...
Details zum Master-Studiengang IKT-Master
Der Studiengang IKT-Master integriert auf Basis der theoretischen Inhalte einen großen praktischen Anteil in Form von Studien-Projekten. Die Studierenden erhalten in vielen Fächern die Möglichkeit, eigene gewählte Projekte mit deutlichem Praxis-Bezug durchzuführen.
Studienfächer (Theorie & Praxis)
Für die praxis-orientiert durchgeführten Projekte vermitteln beispielsweise die Studienfächer wie Modellbildung und Simulation, Kommunikationssysteme, Multimediakommunikation, Mobilfunk, Feldbussysteme, Elektronikdesign, automatisierte Messtechnik und andere die erforderliche Theorie.
Die Studienfächer wie z.B. Elektronikdesign, Verteilte Automatisierung/angewandte Leittechnik befähigen den Studierenden sich auch praktisch mit den Inhalten auseinander zu setzen. Hierbei werden Schaltungen und Software im Verbund als Software-Hardware-Co-Design entworfen und realisiert oder auch komplette Automatisierungen bspw. von Fertigungszellen durchgeführt.
Projekte / Zeitmanagement
Im Studienfach Projekt Netzbasierte Systeme können Studierende über zwei Semester die zuvor erworbenen Fähigkeiten auch aus dem vorangeganenen Bachelor-Studiengang sowohl im Technischen als auch im Management praktisch anwenden und vertiefen. Das Fach Projektmanagement liefert die notwendige Unterstützung im Management-Bereich, um die Projekte erfolgreich durchzuführen.
Allen Fächern gemein ist, dass Teamarbeit im Vordergrund steht und Zeitmanagement den Fortgang des jeweiligen Projektes sichert. Alle Arbeiten werden durch Monitoring und Mentoring der Professoren überwacht und begleitet.
Der Studiengang bietet eine solide Basis für das praktisch-orientierte Anwenden ingenieurwissenschaftlicher Methoden.
ECTS - European Credit Point Transfer System
Durch die Akkreditierung können Studienleistungen sowohl von als auch zu anderen Hochschuleinrichtungen europaweit durch das ECTS transferiert werden. Zu den Details und Voraussetzungen konsultieren Sie bitte Studiengangsvertreter. Wieviele Punkte welches Modul/Studienfach ergibt, ist in der Studienordnung des Studiengangs vermerkt.
Siehe dazu auch:
Module
Übersicht
Wie der Bachelor-Studiengang auch, ist der Studiengang IKT-Master aus verschiedenen Modulen aufgebaut. Auf der einen Seite beinhalten diese Module Theorie, die in fachübergreifendem Kontext Grundlagen vermitteln. Auf der anderen Seite enthalten die Module Praxis in Form von Komplex-Laboren, in denen das theoretische Wissen fachgerecht in eigenständiger Weise angewendet wird. Die Module sind im Einzelnen zusammengefasst zu:
- Engineering Methoden
- Verteilte Automatisierungssysteme
- Kommunikationstechnik & Anwendungen
- Entwicklung von Netzbasierten Systemen
- AWE
- Master (der Abschluß)
Die Liste ist eine Zusammenfassung der verschiedenen Module und jedes ist mit einer bestimmten Anzahl von Credit-Points besetzt und weist einen bestimmten Workload auf. Dieser Workload setzt sich zusammen aus Präsenzstunden in der HTW und Vor-/Nachbereitungsstunden, die in Heimarbeit geleistet werden müssen.
Die Lehrinhalte, die Ausrichtung, die Ausstattung aber auch der Stundenaufwand und das Verhältnis zwischen Präsenz- und Nachbereitungszeit sind nur wenige von vielen Qualtitätskriterien für die Akkreditierung durch ASIIN e. V. (Link). Mit der Akkreditierung (s. Downloads) erwirbt der Absolvent unter anderem die Zulassung für den höheren Dienst in öffentlichen Einrichtungen, eine höhere Gehaltsberechtigung sowie das Aquivalent zu einem universitären Abschluß und die Zulassung ein eigenes Ingenieurbüro zu eröffnen.
Engineering Methoden
Engineering Methoden besteht aus den Studiengebieten/Modulen
- M01 Elektronikdesign
- M02 Projektmanagement
- M03 Modellbildung und Simulation 1
- M09 Modellbildung und Simulation 2.
Das Elektronikdesign behandelt den konstruktiv-technologischen Aufbau elektronischer Baugruppen und die dabei durch die Steigerung des Integrationsgrades bzw. der Packungsdichte und der Signalverarbeitungsgeschwindigkeit auftretenden Probleme und Möglichkeiten ihrer Lösung. Die Studierenden gestalten Leiterplatten, Baugruppen und Geräte mit hoher Packungsdichte unter Berücksichtigung der Bedingungen für Erwärmung und Signalintegrität.
Systematisierung, systematische Projektentwicklung in Planung, Abwicklung, Steuerung, Darstellung und Präsentation sind für den heutigen Ingenieur Pflicht. Sie können Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen durchführen, kennen die Projektmanagementphasen, die grundlegenden Aufgaben der Teamleitung, Projektleitung und des Projektmanagements.
Simulationen von Systemen im Entwurf wird heute immer wichtiger, um Prototypenzyklen zu reduzieren. Dazu werden Grundlagen der Simulation, stochastischer Prozesse und Modellbildung vermittelt. Kenntnisse von Warteschlangentheorie, ereignisdiskrete Systeme, die Monte Carlo Simulation und vieles mehr sind notwendig, um Fertigkeiten und Fähigkeiten in Laborversuchen zu formen und festigen. Diesem überaus spannenden Studiengebiet stehen zwei Semester zur Verfügung, um eine solide Basis in diesem interessanten Bereich zu bilden.
Verteilte Automatisierungssysteme
Verteilte Automatisierungssysteme beinhaltet die Studiengebiete
- M04 Feldbussysteme
- M10 Verteilte Automatisierung
- M15 Angewandte Leittechnik
- M16 Special Engineering
und behandelt die aktuellen Aspekte der Automatisierungstechnik in Gebäuden, Produktionsanlagen und z.B. Lagerhallen/Robotik. Dabei wird die Gesamtheit der Automatisierung betrachtet. Es werden Aufgaben angefangen von der untersten Ebene - Aktorik/Sensorik über Feldbussysteme und Zwischennetzwerke bis hin zur Ebene der Leittechnik und darüber hinaus (Supervisory Control and Data Acquisition) bearbeitet. Die Lösungen werden projektiert und über Tools und computergestützte Systeme implementiert.
Kommunikationstechnik und Anwendungen
Kommunikationstechnik und Anwendungen umfasst die Studiengebiete
- M05 Kommunikationssysteme
- M06 Mobilfunk
- M11 Digitale Systeme
- M14 Automatisierte Messtechnik
- M19 Multimediakommunikation
- M20 Embedded Systems
und baut auf den Inhalten aus „Kommunikationstechnik“ des Bachelorstudiengangs auf. In den jeweiligen Studienfächern werden moderne digitale Übertragungsverfahren, Mobilfunk, aktuelle und zukünftige Kommunikationsnetze und Kodierverfahren vertiefend behandelt. Der Studierende erhält bspw. einen Einblick in die Theorie und Funktionsweise moderner Funksysteme und den aktuellen Entwicklungen in der Telekommunikationstechnologie. Wie Funknetze zu planen, aufzubauen, in Betrieb zu nehmen, zu steuern und zu kontrollieren sind, ist ebenfalls Bestandteil dieser Fächer.
Digitale Systeme sind heute überall anzutreffen, weshalb es wichtig ist, Spezialprozessoren (z.B. digitalen Signalprozessoren) und deren Schnittstellen zu kennen und einzusetzen.
Mit automatisierter Messtechnik wird das Ziel verfolgt, automatische Prüfstationen (PC-gesteuerte Messplätze) zu konzipieren und zu realisieren sowie Routinemessungen zu automatisieren.
Das Verständnis der wesentlichen theoretischen Grundlagen (digitale Eigenschaften und mathematische Beschreibung) der digitalen Bild- und Videoverarbeitungsmethoden sowie bspw. Digitalisierung, Quantisierung und Kompressionsmethoden sind die weiterführenden Inhalte im Fach Multimediakommunikation.
Ein weiteres sehr interessantes Studiengebiet vermittelt Grundlagen über FPGA-Prozessoren und ihrer Kommunikation mit der Außenwelt über Peripherie. Blockmemory, IP-Cores, Hardware-Software-Codesign, Implementierung von Algorithmen sind top-aktuelle Themen der modernen embedded Systems.
Entwicklung von Netzbasierten Systemen
Entwicklung von netzbasierten Systemen bestehend aus
- M12 Projekt Netzbasierte Systeme 1
- M17 Projekt Netzbasierte Systeme 2
- M13 Aktuelle Entwicklungen 1
- M18 Aktuelle Entwicklungen 2
bietet den Studierenden die Chance umfangreiche Projekte selbst zu organisieren und durchzuführen. Von der Idee bis hin zur funktionellen Demonstration nach zwei Semestern führen die Studierenden alle Arbeiten in Projekt-Teams in Eigenregie durch. Dabei verwenden sie die zuvor erworbenen Fähigkeiten der Engineering-Methoden, der Kommunikationstechnik & Anwendungen und das im Bachelor-Studiengang vermittelten Basiswissen (bspw. Software-Engineering). Die Professoren begleiten die Teams während der Projekte und führen Monitoring und Mentoring anhand von regelmäßigen Audits durch.
Hier kann in zwei Semestern die Chance genutzt werden, sich in Projekten kreativ mit eigenen Ideen und Lösungen zu verwirklichen.
Es ist die umfassendste Möglichkeit, die persönliche Note in die Projekte einzubringen - kreative Ideen, die persönliche Vertiefung mit spannenden Themen durch spannende (auch selbstgesuchte) Aufgabenstellungen. Schauen Sie sich bspw. die Projekte an, um einen Eindruck der gebotenen Entfaltungsmöglichkeiten zu erhalten (Link).
Im Fach aktuelle Entwicklungen erhalten die Studierenden anhand verschiedener Exkursionen Einblicke in professionelle F&E von Unternehmen (z.B. Airbus, IAV, AMD), öffentlichen Einrichtungen bzw. Instituten (z.B. DLR oder Fraunhofer-Institute). Dabei steht der nahe Bezug zur Praxis mit der Möglichkeit eines Themas für die Masterarbeit im Vordergrund.
Allgemein wissenschaftliche Ergänzungsfächer - AWE
Allgemeinwissenschaftliche Ergänzungsfächer (AWE) dienen dazu, die Möglichkeit des Studiums anderer Bereiche zu geben. In einer umfassenden Auswahl verschiedener AWE Fächer kann der Studierende in
- M07 AWE 1
- M08 AWE 2
je nach Ausrichtung, eine solche Ergänzung (z.B. Softskills) zu seinem Wissen aufbauen. Dies kann z.B. ein unternehmensorientiertes Fach aber auch Interface-Design, ein Sportkurs wie z.B. Flug-Kurs oder ein vertiefender Sprachkurs sein. Die Auswahl eines dieser Fächer richtet sich nach der Eignung für den Studiengang, d.h. nicht alle Fächer stehen für IKT-Master bzw. Fachbereich 1 zur Verfügung - dazu ist der jeweilige Dozent oder der Fachbereich zu befragen.
Angebote zur Existenzgründung werden besonders empfohlen.
Master
Das letzte Semester ist erreicht. Hier gilt es "nur" noch die Punkte
- M21 Masterseminar/Kolloquium
- M22 Masterarbeit
zu absolvieren - dann ist der/die Studierende ein Absolvent bzw. Absolventin. Es ist die heiße Phase, die danach mit Sicherheit zu den aufregendsten Zeiten im Studium gezählt wird.
In der Masterarbeit weist der/die Studierende seine/ihre Fähigkeit nach, komplexe und ganzheitliche Aufgaben des Fachgebiets Informations- und Kommunikationstechnik auf der Grundlage umfassender wissenschaftlicher Erkenntnisse und unter Anwendung des wissenschaftlichen Methodenapparates zu bearbeiten und zu lösen. Insbesondere das während des Masterstudiums erworbene Fachwissen, das in den Projekten erworbene Methodenwissen sowie die Fach- und Sozialkompetenz wird in die Bearbeitung der Masterarbeit eingebracht und erfolgreich angewendet.
Das zu bearbeitende Thema wird gemeinsam mit dem Dozenten oder der Dozentin (bzw. ProfessorIn) aus dem Bereich der Studiengebiete des Masters definiert. Nach einer dem Regelwerk (Studienordnung) entsprechenden Bearbeitungszeit (momentan maximal 19 Wochen) wird ein schriftliches, wissenschaftlich aufbereitetes Ergebnis als Nachweis der oben genannten Punkte erwartet.
Als Unterstütung während der Bearbeitungszeit wird ein Wahlfach (Masterseminar) angeboten, um formale Anforderungen, eine sinnvolle Vorgehensweise und wissenschaftliches Arbeiten allgemein zu vermitteln.
Der Studierende/die Studierende erhält die Möglichkeit, Präsentationstechniken zu trainieren, um sich optimal auf das Kolloquium vorzubereiten. Wissenschaftliche und praktische Erfahrungen werden dabei austauscht und die Studierenden werden in die Lage versetzt, unterschiedliche Lösungsansätze auf der Basis theoretischer Kenntnis- und Erfahrungshintergründe argumentativ zu reflektieren.
Das Seminar bzw. das Studium wird mit einem (öffentl.) Kolloquium zur Masterarbeit abgeschlossen, in dem die Arbeit vom Prüfling vorgestellt wird und sich anschließend einer wissenschaftlichen Diskussion seiner/ihrer Ergebnisse stellt.
Zulassungsvoraussetzungen
Der Studiengang Informations- und Kommunikationstechnik setzt eine Basis an Fähigkeiten und Wissen voraus, die durch
- einen Bachelor gleicher oder ähnlicher Studienrichtung (u.a. Bachelor of Engineering)
- ein Diplom (Uni/FH) gleicher oder ähnlicher Studienrichtung
- oder ggf. Auswahlverfahren
nachgewiesen werden können (Studienordnung).
Ein Studium an der HTW ist beliebt, da der praktische Teil im Studium den Absolventen sehr gut auf kommende Herausforderungen vorbereitet und ihnen (Ihnen) die Chance auf einen optimalen Start in die eigene Karriere bietet. Die in diesem Studiengang angebotenen Möglichkeiten der Durchführung von Projekten (Soft- und Hardware-Co-Design) mit eigenverantwortlicher Leitung sind ein besonderes Merkmal und sind Pluspunkte beim späteren Einstieg ins Berufsleben.
Ein weiterer Vorteil ist die Stärke der Studiengänge - speziell IT/VS & IKT bieten maximal 44 Studierenden Platz - statt überfüllter Lesesäle und Labore. Aus diesem Grund sind besondere Leistungsvoraussetzungen zu erfüllen. Falls Sie AbsolventIn von einer anderen Hochschule sind, sehen Sie sich bitte die aktuellen Studienordnungen an (Link) und fragen Sie ggf. nach (Link).
Prüfungs- /Studienordnung
Jeder Studiengang unterliegt bestimmten Regelungen (Ordnungen), deren übergeordneter Rahmen wiederum von Rahmen(prüfungs)ordnungen vorgegeben wird.
Alle diese Ordnungen folgen letztlich dem Hochschulrahmengesetz des jeweiligen Bundeslandes (Berlin: Berliner_Hochschulgesetz.pdf).
Darin werden z.B. Regelungen des Studienablaufs und Abhängigkeiten geregelt, wie oft eine Prüfung wiederholt werden kann und was im Krankheitsfall bei einer Prüfung durch den Studierenden zu unternehmen ist. Darüber hinaus können Zulassungsbeschränkungen und Auswahlkriterien festgelegt werden, nach denen Studienanfänger (oder Wechsler) das Studium (ggf. mit Anrechnung von Wartesemestern) aufnehmen können. Zusätzlich können Voraussetzungen verlangt werden, die die Eignung zum Studiengang nachweisen - z.B. als Praktikum oder (eher seltener) Empfehlungsschreiben. Sehen Sie unbedingt in die Ordnungen des HTW und des Studiengangs nach, um diese Punkte zu klären.
Alle Ordnungen werden in Form von amtlichen Mitteilungsblättern veröffentlicht.
Prinzipiell gilt für Sie die Ordnung, die zum Zeitpunkt Ihrer Immatrikulation gültig war. Es ist jedoch auch möglich, dass eine nachfolgende Ordnung rückwirkend für Sie Geltung erlangt. Den konkreten Geltungsbereich finden Sie in der Ordnung selbst. Bei Fragen zu den Ordnungen wenden Sie sich bitte an Ihren Prüfungsausschuss.
Nummer | Name des amtlichen Mitteilungsblatts | Download |
56/2007 | Zugangs-, Zulassungs-, Studien- und Prüfungsordnung |
Die Rahmenprüfungsordnung ist auf den Webseiten der HTW zu finden (Link).
Es besteht prinzipiell auch die Möglichkeit die Masterarbeit im Ausland durchzuführen, befragen Sie dazu die Kontaktpersonen (Link).
Weitere Informationen
Zusammengefasste Informationen dieser Webseite und von IT/VS-Bachelor finden Sie im Dokument InfoTechnik_BM.pdf.
Wenden Sie sich für weiterführende Informationen oder Beratungen bitte an die entsprechenden Kontakte (Link).