Der Weg zum individuellen Berufsprofil - das Studium der Mikrosystemtechnik

Die Mikrosystemtechnik gehört zu den Ingenieurwissenschaften. Sie ist ein sehr breites und interdisziplinäres Fach, dessen Bachelor-Absolventen weltweit gefragt sind. Deshalb verlangt man von den Absolventen, dass sie komplexe Sachverhalte analysieren können und über ein breites Wissen verfügen. Hohe Kompetenz in verschiedenen Technologien und fachmethodisches Geschick sind weitere Studienziele. Hervorzuheben ist die durchgängige Ausbildung in Informatik zur Nutzung von Computertechnik — bei der Analyse, beim Entwurf beispielsweise durch computergestützte Konstruktion (CAD), in der Simulation und in der praktischen Umsetzung in den Laboren.

Die Dozenten haben es sich zum Ziel gesetzt, die Studierenden intensiv zu betreuen und ihre persönlichen Interessen zu stärken. Zu diesem Zweck beschränkt sich der Lehrplan nicht auf starre Pflichtübungen, sondern bietet Raum für wissenschaftliche und fremdsprachliche Wahlpflichtfächer. Dazu gehören unter anderem vertiefende Veranstaltungen zur Finite-Elemente-Methode (FEM), zu ausgewählten Kapiteln der Mikrosystemtechnik oder zum AISIC-Entwurf. Bei den Fremdsprachen bietet die HTW Englisch, Spanisch, Russisch oder Französisch an — auch als technische Fachsprache und auf verschiedenen Sprachniveaus.

Auf diese Weise erproben die Studierenden ihren eigenen Weg und gestalten ihr individuelles Berufsprofil frühzeitig mit. Zahlreiche Praktika heben das Studium von der Theorie ab und erlauben es den Studierenden, bereits in den ersten Semestern eigene Projekte zu entwickeln und umzusetzen.

Als Abschluss wird der berufsqualifizierende Bachelor of Engineering (B. Eng.) vergeben. Damit können die Absolventen eine aussichtsreiche Karriere in der Industrie starten oder in ein weiterführendes Masterstudium Systems Engineering wechseln, das die HTW gleichfalls anbietet. Die Regelstudienzeit bis zum Bachelor beträgt sieben Semester.

Ganz klar: Das Bachelorstudium der Mikrosystemtechnik ist ein technischer Studiengang. Demzufolge steht die fundierte praktische und theoretische Ausbildung als Ingenieur im Mittelpunkt, flankiert von vertiefenden Modulen zur Mikrotechnik und dem Entwurf technischer Systeme.

Der Ablauf des Studiums

Das Studium ist nach Leistungspunkten organisiert. Ein Leistungspunkt (LP) verkörpert eine Lernzeit von 30 Stunden zu jeweils 60 Minuten. Die Anfertigung der Bachelorarbeit ist von der 23. Woche des fünften Studiensemesters bis zur sechsten Woche des sechsten Semesters terminiert. Ihr Arbeitsumfang entspricht zwölf Leistungspunkten zu je dreißig Stunden, also 360 Stunden.Zunächst stehen die Grundlagen der Technik, der Mikroelektronik und der Naturwissenschaften auf dem Plan. Das Grundstudium dauert drei Semester. Dazu gehören:

  • Mikrotechnologien: Grundlagen und Werkstoffe der Mikrosystemtechnik
  • Naturwissenschaften: Physik, Chemie, Elektrochemie
  • Mathematik
  • Ingenieurtechnische Grundlagen: Informatik, Werkstofftechnik, Technische Mechanik (u.a. Finite-Elemente-Methode: FEM), Konstruktion (CAD), Mess- und Regelungstechnik
  • Elektrotechnik/Elektronik: Digitalelektronik, Analogelektronik, Entwurf von Leiterplatten

Anschließend folgt das viersemestrige Fachstudium, das auch ein Praxissemester in der Industrie (fünftes Studiensemester) beinhaltet. Den Abschluss bildet die dreimonatige Bachelorarbeit im sechsten und siebenten Semester. Zu den Studienmodulen im Fachstudium Mikrosystemtechnik gehören:

  • Mikrotechnologien: Fertigungsverfahren der Mikrosystemtechnik, Technologischer Entwurf
  • Mikrotechniken: Mikromechanik und Mikroaktorik, Mikrofluidik, Mikrosensorik, Mikrooptik, Digitalelektronik, Analogelektronik, Entwurf von Leiterplatten
  • Aufbau- und Verbindungstechniken: Schaltungsträger, Integrationstechniken, Mikrogalvanik
  • Systemgestaltung und Applikation: Thermischer Entwurf, Applikation
  • Betriebswirtschaftslehre, Qualität und Zuverlässigkeit,
  • Entwurf und Simulation

Detaillierter Studienplan des Grundlagen- und Fachstudiums